Dreharbeiten King Code

Wer Visionen hat, sollte auf die Straße gehen.

Ganz im Sinne des Namensgebers Martin Luther King jr. soll das Projekt KING CODE zahlreiche Menschen auf die Straßen locken und für Werte wie Gleichberechtigung, Respekt und Freiheit sensibilisieren. Aufhänger ist der 50. Jahrestag des Berlin-Besuchs des amerikanischen Baptisten und Bürgerrechtlers im Jahr 1964.

Schüler aus dem Rosa-Luxemburg-Gymnasium und der Ernst-Reuter-Sekundarschule arbeiten seit Juni 2013 daran, mit dem gemeinsamen Projekt dem amerikanischen Bürgerrechtler King ein multimediales Denkmal zu errichten.

Unterwegs in Berlin auf den Spuren von Martin Luther King jr.

Mit dem Projekt wollen die Jugendlichen ein Zeichen gegen Rassismus, Gewalt und Intoleranz setzen – auch wenn dieses Zeichen auf den ersten Blick sehr kryptisch wirken kann. Seit Herbst 2014 hängen erste Infoplacketten mit QR-Codes an der Sophien- und Marienkirche in Berlin. Tafeln an weiteren von King besuchten Orten in Berlin sollen folgen. Per Scan gelangen Berlin-Touristen und Jugendliche mit dem Smartphone zu weiterführenden Informationen auf der Projektwebseite.



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Dazu gehören selbst verfasste Texte, Bilder, Audiosequenzen und auch Videos der Schüler. Diese präsentieren sie auf einer eigens erstellten Projektwebseite. Die Schüler führen unter anderem Interviews mit Zeitzeugen zum Besuch des Nobelpreisträgers in Berlin und sammeln weiterführende Informationen zu den jeweiligen Orten, an denen sich die QR-Codes befinden. Um diese multimedialen Inhalte erstellen zu können, wurden beide Schulen von MAGIX mit der Academic Suite Pro X ausgerüstet.

Diese enthält neben dem Videoschnitt-Programm Video Pro X und der Audio-Software Samplitude Music Studio den Xara Designer Pro für Foto-, Grafik- und Webdesign. Mit diesen Programmen enstehen sowohl die Webseite als auch die Videos und Grafiken rund um das Projekt.

Neben der Webseite gestalteten die Schüler außerdem eine Wanderausstellung, die bereits an mehreren Berliner Schulen zu Gast war. Interessierte Gruppen können sich bei der King Tour von den Schülern zu Fuß oder per Fahrrad entlang der wichtigsten Orte führen lassen, die King in Berlin besucht hat. Die Tour basiert auf den Rechercheergebnissen der Schüler, in die auch Zeitzeugenberichte eingeflossen sind.

Gemeinsam aktiv für eine bessere Gesellschaft

KING CODE ist ein gemeinnütziges Projekt und will Jugendliche unterschiedlicher Herkunft und verschiedener Schulen zusammenbringen. Vorurteile sollen abgebaut und zum gemeinsamen Engagement für die Stadt und die Gesellschaft angeregt werden. So viel ehrenamtlicher Einsatz bleibt natürlich nicht unbemerkt.

So agieren Wolfgang Thierse, Vizepräsident des deutschen Bundestages, und RTL-Chefredakteur Peter Klöppel als Schirmherren für das Projekt. Bundespräsident Joachim Gauck, nennt das Projekt KING CODE ein Beispiel für gute Initiative, die dazu beiträgt, Kindern und Jugendlichen die große Wirkung und Bedeutung der Menschenrechte anschaulich und nachhaltig zu vermitteln. Selbst die amerikanische Botschaft in Berlin wurde schon auf die Arbeit der Schüler aufmerksam und lud einige von ihnen zum Besuch des US-Präsidenten Barack Obama am Brandenburger Tor ein.



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Die Dokumentation: „Der King-Code. Martin Luther King in Berlin“

Begleitet wurde das Projekt außerdem vom Berliner Filmemacher Andreas Kuno Richter. Der Film „Der King-Code. Martin Luther King in Berlin“ feierte am 6. April 2014 seine Premiere auf dem TV-Sender RTL. Die 50-minütige Dokumentation entstand im Spätsommer und Herbst 2013 begleitend zu der Recherchearbeit der Schüler. Die Jugendlichen trafen Zeitzeugen und begaben sich, wie auf einer kleinen Zeitreise, an verschiedene Orte, die King in Berlin besuchte.

Die Dokumentation kombiniert die Vorstellung des Schulprojekts mit umfassenden Informationen zu den Ereignissen rund um den King-Besuch in West- und Ost-Berlin. So kommt etwa der damals 21jährige Flüchtling Michael Meyer zu Wort, der den Schülern von seiner fast gescheiterten Flucht über die Mauer berichtet. Der Film enthält bisher kaum gezeigte historische Aufnahmen und macht deutlich, auf welche Weise die Botschaft Martin Luther Kings gegen Rassismus und für gewaltfreie Konfliktlösung bis heute wirkt.

Moderiert wird der Film von RTL-Chefredakteur Peter Kloeppel. Für die Produktion war die Eikon Nord GmbH mit Unterstützung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur verantwortlich.

TRAILER: „Der King-Code. Martin Luther King in Berlin“, Regie: Andreas Kuno Richter, Produktion: Eikon Nord GmbH, D 2014